SüdWest

Wer Stralsund bereits eine Weile kennt, hat mitbekommen, dass ab Anfang August 2018 in unmittelbarer Nähe zur Rückseite des Rathauses eine neues Café geöffnet hat. Es trägt den Namen „SüdWest“ und macht nicht nur wegen der leckeren Speise- und Getränkeangebote, sondern auch wegen dieses Namens neugierig. Wir haben uns mit den beiden Betreibern Stephi und Basti sowie mit dem Inhalt ihrer Web-Präsenz www.cafe-suedwest.de bekannt gemacht.

Einmal abgesehen davon, dass Stralsund derartige Orte der Kreativität und Geselligkeit gut gebrauchen kann, interessierten wir uns für die „Story“ dahinter. Welche Ideen und welche Erwartungen stecken hinter dieser Unternehmung und wie und wodurch ist die Idee an dieser Stelle zur Wirklichkeit geworden.


Stephi und Basti haben es uns erzählt:

Stephi, die bereits viel in der Welt unterwegs war, hat mit neuen Ideen in Bezug auf ihre Heimatregion Rügen-Stralsund in Verbindung mit ihrer persönlichen Lebensplanung die Initiative ergriffen, um ein selbst geführtes Unternehmen zu starten. Stralsund, wie es sich in dieser Zeit darstellt, ist ein wachsender Markt für den Tourismus, aber auch für die Ansiedlung junger Unternehmen.

Also erarbeitete sie ein Konzept für das Unterfangen, welches viele Fragen zu beantworten hatte: Was und wo wird etwas funktionieren, welche Basisidee soll dem Konzept unterliegen? Zwei Themen waren ihr dabei wichtig:

  • Zum einen soll die Attraktivität des Standortes Stralsund durch ein junges und unkonventionell geführtes Lokal für Touristen und Stralsunder befördert werden.
  • Zum anderen soll das Angebot nachhaltig in allen Belangen sein und weitestgehend mit Produkten aus der Region versorgt werden, die wiederum dem Grundsatz der Nachhaltigkeit entsprechen.

Nun, auch der Zufall spielte mit. Zu der Zeit war das Gebäude Badenstraße 53 neu erbaut und die zum Rathaus liegenden Geschäftsräume noch unvermietet. Stephi hat noch gute Verbindungen aus ihrer Studienzeit an der Hochschule Stralsund. Also hat sie sich umgehört und kam so auf dieses Gebäude. Der Vermieter hat das Konzept mitgetragen und die Räume zugesagt.

Jetzt waren konkrete Vorbereitungen gefragt. Ihren Cousin, Basti, der sich zu dem Zeitpunkt auch mit dem Gedanken befasste, etwas Neues auszuprobieren, war schnell als Co-Betreiber zur Stelle. Im Zusammenhang mit dem zu erstellendem Angebot des Cafés mussten Lieferanten gewonnen und entsprechende Verträge zustande gebracht werden. Die Räume waren den Anforderungen gemäß auszustatten. Wie wir heute sehen, ist es den beiden vorzüglich gelungen. Die ersten Wochen des Betriebs zeigen, dass das Konzept aufgeht, wenn auch der erste Winter noch zu überstehen ist.

Stephi erzählte uns auch, dass sie zunächst an ein Camping-Projekt auf Rügen gedacht hat. Auf diese Idee kam sie in Australien beziehungsweise Indonesien in Camps, die unter dem Begriff „Glamping“ fallen. Diese Idee wird mehr und mehr auch in Europa verwirklicht. Also warum nicht auch auf Rügen? Nun, dieses Projekt kann ja noch folgen. Zuerst will Stephi ihr Master-Studium in Stralsund beenden, natürlich zusammen mit Basti das Café „SüdWest“ erfolgreich führen und so praktische Erfahrungen machen, die Grundlage weiterer Projekte werden können.

Wir wünschen beiden, Stephi und Basti, Erfolg und hoffen, dass vor allem das Thema der Nachhaltigkeit sich weiter verbreitet und nicht nur Grundlage der Geschäftsidee der beiden ist, sondern sich in allen Bereichen der Stadt und Region dauerhaft durchsetzt.